02. - 31. Juli 2026
Museumspädagogisches Programm für Schulklassen
Cordonhaus ChamKunstvermittlung „Festkörperstadt“
zur Ausstellung „Festkörperbetrachtung“ Roland Boden
I. „Festkörperbetrachtung“ Roland Boden
Die Schülerinnen und Schüler gestalten am Anfang der Führung ein eigenes Leporello. Durch dieses sollen sie mit Hilfe kleiner Aufträge Einblick in das Werk von Roland Boden bekommen und ausgewählte Werke der Ausstellung kennen lernen.
„Festkörperbetrachtung“ erkundet die Übergänge zwischen Konstruktion und Vision, Technik und Imagination. Roland Bodens Bildwelten bevölkern absurde Architekturen, surreale Maschinen und rätselhafte Monumente, die zwischen Vergangenheit und Zukunft verortet sind. In einem vielschichtigen Spiel aus Präzision und Unschärfe, Monumentalität und Verfall entstehen Räume, die zugleich vertraut und fremd erscheinen.
Dabei bleibt offen, ob die dargestellten Gebilde Zeugnisse einer künftigen Welt oder Relikte einer bereits vergangenen Zivilisation sind. Zukunftsvision und Ruine, Aufbruch und Niedergang, Fortschritt und Scheitern scheinen untrennbar miteinander verwoben.
II. Workshop-Angebot „Festkörperstadt“
Dauer: ca. 120 Minuten
a. Praktische Umsetzung
Nach dem gemeinsamen Erkunden der Ausstellung von Roland Boden erhalten die Schülerinnen und Schüler den Auftrag, aus ihren vorher gesammelten Skizzen eine eigene utopische Architektur zu entwerfen und somit ihre eigene „Festkörperstadt“ als Klasse zu entwerfen. Als Methode des Gesamtkunstwerks wird hier das Mapping verwendet, welches auch in der Architektur häufig verwendet wird.
Zunächst werden die Schülerinnen und Schülern in 5 Gruppen eingeteilt, die sich jeweils mit einer ausgewählten Form aus Roland Bodens Formensprache in seinen Werken beschäftigen. Hierfür werden von den Kunstvermittlerinnen mehrere dieser Formen aus Pappe zur Verfügung gestellt mit dem Auftrag, dieselbe Form mehrmals und beliebig aneinanderzureihen. Das daraus entwickelte Gebilde soll dazu dienen, einen niederschwelligen Einstieg zum räumlichen Verständnis der mehrperspektivischen Konstrukte Bodens zu schaffen.
Danach werden die entstandenen Gebilde mit Stiften auf Papier übertragen und von jedem Workshopteilnehmer individuell zu seinem eigenen Festkörper und somit zu seiner eigenen utopischen Architektur weiterentwickelt. Hierbei arbeiten die Schülerinnen und Schüler mit verschiedensten zur Verfügung gestellten Materialien, um eine Art Collageneffekt zu erschaffen.
Wenn alle ihre einzelnen Kreationen fertiggestellt haben, werden diese unter Anleitung der Kunstvermittlerinnen auf eine große Papierrolle geklebt. Danach erfolgen gezielte Fragen und Aufträge an die Schülerinnen und Schüler, um sie zu animieren ihre gesammelten Kunstwerke zu übermalen, zu verbinden oder unterschiedliche Ebenen nochmals hervorzuheben. Erst dadurch entwickelt sich der kollektive Collagen-Mindmap Charakter des Mappings.
b. Nachbesprechung
Am Ende des Workshops findet eine Nachbesprechung statt, in der die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, ihre eigenen Werke, Ideen und Anliegen auf Basis des Gruppenkunstwerkes zu besprechen und zu diskutieren. Zudem sollen wichtige Punkte der Ausstellung gemeinsam wiederholt und vertieft werden.
Idee und Konzept:
Simone Seifert, Anne Meierhofer, Felicitas Hölzl
Durchführung: Anne Meierhofer, Felicitas Hölzl
Workshop-Termine
Führungen und Workshops werden angeboten von 2. Juli – 31. Juli 2026, Termine auf Anfrage!
Die Workshops finden im Anschluss an die Führung im Cordonhaus (EG) statt.
Altersgruppen:
Empfohlen für alle Schultypen und Jahrgangsstufen
Dauer: Führung inkl. Workshop ca. 3 Schulstunden/120 Minuten.
Auf Wunsch kann die Dauer des Workshops mit einer intensiveren künstlerischen Auseinandersetzung auch verlängert werden.
Kosten:
Eintritt pro Schüler/in: frei
Führung: frei
Workshop: 3,- € (pro Schüler inkl. Material)
(Für Lehrkräfte und erwachsene Begleitpersonen entstehen keine Kosten.)
Anmeldung: Städtische Galerie Cordonhaus Cham, Propsteistr. 46, 93413 Cham
Jessica Windmaißer-Scherbl Tel.: 09971 – 8579-420 oder 09971 – 8579-421 oder cordonhaus@cham.de






